Galerie Morgenland /

Öffnungszeiten:


REIHE
MARIONS BUCH

 

Dienstag, 30. Mai 2017, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Fritz Benscher

Ein Holocaust-Überlebender als Rundfunk- und Fernsehstar in der Bundesrepublik

Vortrag von Beate Meyer

„Leider hatte der ‚Führer‘ keine großen Sympathien für mich und verzichtete auf meine Mitwirkung“, spöttelte Fritz Benscher über die Zeit des Nationalsozialismus. Der Hamburger Schauspieler trat in dieser Zeit beim Jüdischen Kulturbund auf, schulte dann zum Sargtischler um und arbeitete für die Jüdische Gemeinde. 1943 wurde er nach Theresienstadt deportiert, überlebte Auschwitz und Dachau. Kaum befreit, präsentierte er sich den Hörern des Senders der US-Militärregierung Radio Munich/Radio München (später Bayerischer Rundfunk) als Jude, Ex-KZ-Häftling, Linker und Hamburger. Mit bissigem Witz und Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus betrieb er re-education und kämpfte gegen die Wiederbewaffnung. In den 1960er-Jahren wurde er als Quizmaster („Tick-Tack-Quiz“) dem Fernsehpublikum bekannt.
Beate Meyer stellt ihre gerade erschienene Biographie über Fritz Benscher vor.

 

Dr. Beate Meyer ist wiss. Mitarbeiterin am Hamburger Institut für die Geschichte der deutschen Juden und leitet zusammen mit Dr. Rita Bake von der Hamburger Landeszentrale für politische Bildung das Projekt „Stolpersteine in Hamburg – biographische Spurensuche“.

REIHE
EINZELVERANSTALTUNG

 

Donnerstag, 15. Juni 2017, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Breslau/Wroclaw

Kulturhauptstadt Europas 2016

Bilder-Vortrag von Christine Belling

Die Stadt an der Oder gelangte schon früh zu europäischer Bedeutung, da sie am Drehpunkt der alten Fern- und Handelsrouten von West nach Ost und von Nord nach Süd lag. 1000 Jahre Geschichte unter wechselnder Herrschaft führte zu einem reichen multikulturellen Erbe – ob polnisch, böhmisch, habsburgisch, preußisch, deutsch oder jüdisch.
Dieses Erbe gestalten heute die polnischen Einwohner, die nach dem Krieg in der Stadt im Austausch gegen die Deutschen neu angesiedelt wurden.
Kunstvoll und achtsam wurde das zerstörte Breslau von polnischen Restauratoren wieder aufgebaut. Heute prägen die vielen Universitäten mit einer aktiven politischen und kulturellen Szene den jungen und lebendigen Charakter der Stadt.
Das Motto „Stadt der Begegnungen“ für das Kulturhauptstadtjahr 2016 spiegelte diese Vielfalt wider.

 

 

Christine Belling absolvierte an der Münchener Fotoakademie ihre Ausbildung als Fotografin, studierte in Hamburg Kunst und Deutsch und ist seit 1991 im kreativen und kulturellen Bereich tätig.

Hier können Sie sich über das Programm der anderen Hamburger Geschichtswerkstätten informieren!

www.hamburger-geschichtswerkstätten.de