Galerie Morgenland /

Öffnungszeiten:


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KLÖNTREFF

 

Donnerstag, 29. September, 15:00 Uhr

Eintritt frei

"Lies das mal"
Schlagzeilen von gestern

Gespräch mit Arndt Prenzel

Das „Eimsbütteler Wochenblatt“ erschien rund fünfundzwanzig Jahre lang. Der Journalist Arndt Prenzel prägte die Zeitung von 1994 bis zur Einstellung 2009. Wir wollen mit ihm über die Eimsbütteler Pressegeschichte reden.
Sie sind herzlich eingeladen, sich an diesem Gespräch zu beteiligen!
Zeitungsspenden sind willkommen!

 

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PRESSEGESCHICHTE EIMSBÜTTELS

 

Dienstag, 4. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Axel Eggebrecht und Kurt Hiller
Intellektuelles Wirken und mediale Einbindung in Hamburg

Vortrag von Alexander Gallus

Axel Eggebrecht und Kurt Hiller zählten zu jenen Weimarer Köpfen, die ihr professionelles Handwerkszeug als Publizisten in der Zeitungsstadt Berlin erlernten. Während des „Dritten Reichs“ verblieb Eggebrecht im Lande, ohne sich politischintellektuell weiter öffentlich äußern zu können. Hiller musste – nach schwersten Misshandlungen durch die Nazis – ins Exil flüchten. Ihre Medienkarrieren verliefen nach 1945 unterschiedlich erfolgreich. Beide aber wirkten wesentlich mit daran, ihre neue Wahlheimat Hamburg zu einem bedeutenden Standort für Presse und Rundfunk zu machen. Eggebrecht war eine prägende Gestalt beim NWDR. Seine wöchentliche Kommentarreihe „Axel Eggebrecht spricht“ ist noch heute legendär. Hiller schrieb für die linken Blätter „Die Andere Zeitung“ und „konkret“. Er war deren Autor und Ikone zugleich. So sehr sich die beiden Akteure in die neue Medienlandschaft einfügten, blieben sie doch stets eigenwillige intellektuelle Solitäre.

 

Alexander Gallus, Professor an der TU Chemnitz für Politische Theorie und Ideengeschichte. Publikation: Heimat „Weltbühne“. Eine Intellektuellengeschichte im 20. Jahrhundert (2012).

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EINZELVERANSTALTUNG

 

Sonntag, 9. Oktober, 12:00-15:00 Uhr

Eintritt frei

Tag der Geschichtswerkstätten

Auch 2016 laden wir Sie zum Tag der Geschichtswerkstätten Hamburg ein!
Treff: Galerie Morgenland, Sillemstraße 79

Programm:
12.00–15.00 Ausstellung „Pressegeschichte Eimsbüttels“
12.00–15.00 Offenes Archiv
15.00 Stadtteilrundgang
Vom Wiederaufbau der Apostelkirche bis zum Wehberschen Landhaus
Die Eimsbütteler Stadtteilentwicklung rückwärts betrachtet

Dauer: 1,5 Stunden

Weitere Informationen:
www.hamburger-geschichtswerkstaetten.de

 

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PRESSEGESCHICHTE EIMSBÜTTELS

 

Dienstag, 11. Oktober 2016, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Medienmetropole Hamburg
Mediale Öffentlichkeiten 1930-1960

Vortrag von Karl Christian Führer

Metropolen hatten eine herausragende Bedeutung für die Entwicklung der Medienlandschaft. Zugleich prägten die modernen Massenmedien Rundfunk und Presse urbane Gesellschaften. Der Vortrag geht auf die Bedeutung und Nutzung von Medien im Alltagsleben der Großstadtbewohner ein und stellt die Öffentlichkeit als ein komplexes System von medialen Angeboten dar. Am Beispiel Hamburg werden wichtige Abschnitte der Mediengeschichte beleuchtet: die Medien als Propagandainstrument in der NS-Herrschaft und der Aufstieg Hamburgs zum Zentrum der Medienindustrie in der Nachkriegszeit.

 

Karl Christian Führer, Professor an der Uni Hamburg und Gastwissenschaftler des Lehrstuhls für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Publikation: Medienmetropole Hamburg (2008).

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PRESSEGESCHICHTE EIMSBÜTTELS

 

Dienstag, 1. November 2016, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Eine vertane Chance
Der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) und der kurze Traum der Unabhängigkeit

Vortrag von Josef Schmid

Als die Briten 1945 für ihre Besatzungszone den NWDR installierten, wollten sie den besiegten Deutschen beim Wiederaufbau ein demokratieförderndes Instrument an die Hand geben. Das Massenmedium sollte künftig der Allgemeinheit dienen. Doch deutsche Kritiker trotzten den Briten früh Zugeständnisse ab, die die Staatsferne des NWDR beeinträchtigten.
Der Vorläufer Nordische Rundfunk AG, ebenfalls mit Sitz in Hamburg, hatte zu den frühen Pionieren des Mediums gehört. Aber massive staatliche Einflussnahme zu Weimarer Zeiten ebnete den Nationalsozialisten den Weg, den Rundfunk nach der Machtübernahme 1933 zu einem zentralen Propagandainstrument zu machen. Der NWDR, damals größte Sendeanstalt in der Bundesrepublik Deutschland, wurde 1955/56 ein Opfer politischer Ränkespiele und partikularer Interessen. Aus seiner Teilung entstanden NDR und WDR. Um die Unabhängigkeit öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten wird bis in die Gegenwart gerungen.

 

Dr. Josef Schmid, Lehrbeauftragter der Universität Hamburg, langjähriger Mitarbeiter der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, freiberuflicher Historiker, u.a. als Vorstand der Genossenschaft Geschichtswerk e.G.

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PRESSEGESCHICHTE EIMSBÜTTELS

 

Donnerstag, 10. November 2016, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

"Eine Stadtzeitung von Bürgern für Bürger"?
"grosse freiheit" und "Schanzenleben" als Hamburger "Gegenöffentlichkeit"

Vortrag von Joachim Szodrzynski

Im Dezember 1976 wurde nach achtmonatiger Vorbereitung in Szene-Kneipen des Karolinen- und Schanzenviertels eine neue Zeitung angeboten. Die „grosse freiheit. Zeitung für Hamburg und Umgebung“ erschien in einer Auflage von 5000 Exemplaren und wollte alles ganz anders machen: Niemand aus der ca. zwanzig Personen umfassenden Redaktion war professioneller Zeitungsmacher. Es gab keinen Chefredakteur und keine Hierarchie. Die Trennung von Kopf- und Handarbeit sollte aufgehoben werden und jede bzw. jeder konnte mitmachen. Soweit der eigene Anspruch. Davon, inwieweit die Zeitungen tatsächlich „ein Forum für all diejenigen“ wurden, „die ihre Interessen in der herrschenden Presse nicht wiederfinden können und die gerne eine andere, bessere Zeitung lesen und herstellen wollen“, handelt der Vortrag.

 

Joachim Szodrzynski arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH).

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Donnerstag, 17. November 2016, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Haus der Pressefreiheit
Ein digitales Projekt zur Pressegeschichte

Vortrag von Heinz H. Behrens und Michael Seufert

Der Verein „Deutsches Pressemuseum Hamburg e.V.“ startete im Mai 2016 mit seinem Internet-Portal „Haus der Pressefreiheit“. Themen sind die Pressefreiheit sowie die Geschichte und Gegenwart der Medienarbeit.
Das Portal bietet nicht nur Journalisten, sondern allen Bürgern Informationen über die Entwicklung der Pressefreiheit. Dazu gehören Rechtsdokumente, Präzedenzfälle und eine Darstellung aktueller Angriffe auf die Pressefreiheit. Dargestellt wird auch die Deutsche Geschichte im Spiegel der Presse zunächst anhand der Zeit des Ersten Weltkriegs und der Besatzungszeit nach 1945. Zudem werden Zeitzeugenberichte überwiegend Hamburger Journalisten in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem ZDF dokumentiert. In einer „Hall of Fame“ werden Journalisten, Publizisten und Verleger geehrt, die um die Pressefreiheit kämpften. Die Vorstandsmitglieder Heinz H. Behrens und Michael Seufert werden das Portal vorstellen.

 

Heinz H. Behrens, Jg. 1939, Industriekaufmann, Berater für Kommunikation, Marketing und Medien u.a. bei der Ogilvy-Gruppe, für den Axel Springer Verlag, bei Kindler & Schiermeyer und Gruner+Jahr. Zuletzt Leiter der G+J-Verlagsbüros in Hamburg, Berlin, Hannover. Heute Journalist u.a. für das Hamburger Stadtmagazin HANSEstyle.
Michael Seufert, Jg. 1943, ab 1964 Journalist bei den „Bremer Nachrichten“, 1970–97 beim „Stern“, zuletzt als stellver. Chefredakteur. Heute Autor für Romane und historische Sachbücher, zuletzt: „Der Skandal um die Hitler-Tagebücher“.

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PRESSEGESCHICHTE EIMSBÜTTELS

 

Dienstag, 22. November 2016, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Gruner+Jahr
Der Verlag am Standort Rotherbaum

Vortrag von Andreas Böhle

1965 schließen sich die Verleger John Jahr und Gerd Bucerius mit dem Drucker Richard Gruner zum „Druck- und Verlagshaus Gruner+Jahr“ zusammen. Die Räumlichkeiten im Pressehaus werden schnell zu klein für das expandierende Unternehmen. Der Verlag zieht 1973 in drei moderne Gebäude an der Außenalster und damit in den Bezirk Eimsbüttel. Das Hauptgebäude wurde wegen seiner abgetreppten Form und des oben residierenden Vorstandes allgemein nur „Affenfelsen“ genannt.
Eine besonders schmerzhafte Episode auf dem weiteren Weg stellten die „Hitler-Tagebücher“ dar. Das weitere rasante Wachstum des Verlags führte zu vielen Anmietungen in der näheren Umgebung und als Konsequenz zu einem neuen Standort. Daher wurde am Baumwall genau nach den Bedürfnissen des Verlags ein Neubau geplant und 1990 bezogen.

 

Andreas Böhle, Jg. 1942, war 19 Jahre in leitender Funktion in der Verwaltung von Gruner+Jahr tätig sowie maßgeblich am Baumwall-Neubau beteiligt und kann viel über die Eimsbütteler Phase des Verlags berichten.

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PRESSEGESCHICHTE EIMSBÜTTELS

 

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

EIMSBÜTTELER NACHRICHTEN
Gegenwart und Zukunft eines Online- und Print-Magazins

Vortrag von Lea Freist

Die Eimsbütteler Nachrichten wollen den Eimsbütteler Nachbarn journalistisch anspruchsvolle Inhalte bieten: Nachrichten aus Eimsbüttel, keine PR, kein Boulevard und kein Käseblatt.
Zur Frage, ob Digitaljournalismus oder Print-Journalismus angeboten wird, lautet die Antwort: Beides! Das Medium ist variabel, die Arbeitsweise nicht. In ihrer Berichterstattung steckt viel Liebe zum Detail und Lust auf die Themen der Eimsbütteler. Online berichten sie tagesaktuell und greifen Themen auf, die buchstäblich vor der Haustür liegen. Im Print-Magazin präsentieren sie Reportagen und nutzen die Möglichkeiten, die das Print-Format bietet, voll aus. Z. B. setzen sie auf Augmented Reality: Viele Artikel lassen sich mit dem Smartphone scannen. Print und Online werden in dem Magazin eins. Die Eimsbütteler Nachrichten sind unabhängig sowie überparteilich und stehen zu 100 Prozent hinter den publizistischen Grundsätzen des Pressekodexes, wie ihn der Deutsche Presserat definiert.

 

Lea Freist, aufgewachsen in Eimsbüttel und Kennerin der Isebekkanal-Gegend, heute Chefredakteurin der Eimsbütteler Nachrichten und Journalistik-Studentin.

Hier können Sie sich über das Programm der anderen Hamburger Geschichtswerkstätten informieren!

www.hamburger-geschichtswerkstätten.de