Galerie Morgenland /

Öffnungszeiten:


Ekaterina Soloviewa und Aleksey Myakishew

Kolodozero

Geschichte eines Dorfes
(Fotografie)

Eröffnung:
Freitag, 17. April 2015, 20 Uhr
Einführung: Matthias Oppermann
Musik: Anna Vishnevska und das Ensemble der Alfred Schnittke Akademie

Werkstattgespräch:
Dienstag, 21. April 2015, 20 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag und Mittwoch 13-18 Uhr
und nach Vereinbarung Tel.: 0178 828 7579

Dauer der Ausstellung:
bis zum 13. Mai 2015

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

Die Ausstellung wird gefördert vom Bezirksamt Eimsbüttel

 

Die Ausstellung der russischen Fotografin Ekaterina Soloviewa und von Aleksei Myakishev zeigt das Leben in einer kleinen Ortschaft an der Grenze zwischen der Region Karelien und dem Gebiet um Archangelsk: Kolodozero. Die Fotos erzählen von dem Leben der Menschen, die dort leben und von drei Freunden aus Moskau, die in den russischen Norden gezogen waren, um sich selbst zu finden. Sie haben dort eine Kirche wiederaufgebaut, die in der sowjetischen Zeit geschlossen war. Kolodozero wird als ein Ort beschrieben, an dem sich Menschen treffen, die auf der Flucht sind: vor der städtischen Routine, weg vom Lärm, vor ihrer Vergangenheit und vor sich selbst. An der Bushaltestelle begrüßt sie Jurka. Wer ihn dort trifft, hat keine andere Wahl als einen Wodka zur Begrüßung mit ihm zu trinken.

In berührenden Foto, die die Atmosphäre meisterhaft in Szene setzen, wird auch die Sehnsucht deutlich, die die „Flüchtlinge“ hierher treibt.  Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
 

Ekaterina Solovieva
ist 1977 in Moskau geboren, hat an der staatlichen Universität in Moskau Journalistik studiert und 2002 abgeschlossen.  Seit 2006 lebt sie als Fotografin und Dokumentarfilmerin in Hamburg.

In ihren Arbeiten widmet sie sich vor allem dem Leben der einfachen Landbevölkerung auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Besonderes Augenmerk legt Ekaterina Soloviewa auf die religiöse Bräuche der Bewohner entfernter Dörfer und den Alltag der kleinen Städter.

Ihre Werke über die Russische Provinz waren im Short-List von Sony World Photography Awards, ihr Serie über Pilger wurde für den Portfolio Wettbewerb des Fotofestivals Visa pour l'Image in Perpignan ausgewählt. Im Sommer 2014 ging Ekaterina Soloviewa auf die Krim für Aufnahmen im Rahmen des Dokumentarprojekt "White to Black". Ausgewählte Bilder von der Krim sind in LFI International Blog vorgestellt.

Um das religiöse Themen geht es in ihrem Bildband ПАЛОМНИКИ (Übersetzt Wallfart), der vor einem Jahr erschienen ist. Im März 2015 erschien als neuer Bildband KOLODOZERO, der zum ersten Mal in der Ausstellung in der Galerie Morgenland präsentiert wird. 

Alexei Myakishev
ist 1971 in Kirov (Wyatka) geboren und arbeitet seit 1991 als Photokorrespondent, zunächst bei verschiedenen Zeitungen in Kirov seit 1999 in Moskau als freiberuflicher Photograph. Er arbeitet mit russischen und ausländischen Zeitungen zusammen, darunter "Russian Newsweek", "Kommersant", "Helsingin Sanomat", "APU", "Talouselama" (Finland) und vielen andere. Im Moment ist er mit Dokumentarprojekten beschäftigt, die der russischen Provinz gewidmet sind.

Er ist Preisträger bei Interphoto im 1998 und 2001, Stipendiat des Russischen Kulturministeriums im 1996 und 1997. Preisträger der Wettbewerbe: "Bestphotographer", "The Best of Russia", "Prämie des FRF", "Sony World Photography Awards".

Er ist Lehrer bei der Ausbildungsprogramm "Leica-Akademia" und bei der Schule der Modernen Photographie "Photoplay". Er war an vielen Ausstellungen in Russland, Frankreich, Deutschland, Kanada und Österreich beteiligt und seine Werke sind in der Stadtbücherei von Auxerre (Frankreich), in der Sammlung "Leica-Russia" und verschiedenen privaten Sammlungen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Russland zu finden.