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GALERIE MORGENLAND
Aktuelles

03.05.2024 - 20.05.2024

Ostsee Sturm

Malerische Impressionen von Monika Bulang-Lörcher und Beatrice Dettmann



Ausstellungseröffnung: Freitag, 3. Mai 2024

18–21 Uhr

Werkstattgespräch mit den Künstlerinnen:  Dienstag, 7. Mai 2024, 20 Uhr

 

Dauer der Ausstellung bis zum 20.5.2024

Öffnungszeiten: Fr + Sa 16–18 Uhr, So 11–13 Uhr

zusätzlich geöffnet: Pfingstmontag 11–13 Uhr

Die Ausstellung ist zeitgleich im virtuellen Galerieraum zu sehen: LINK

Die Ausstellung wird gefördert durch Mittel der Freien und Hansestadt Hamburg.


Monika Bulang-Lörcher, 'Die Welt tobt', Zeichnung, Mischtechnik, 27cm x 27cm, 2022
Monika Bulang-Lörcher und Beatrice Dettmann zeigen gegensätzliche Wahrnehmungen von Sturm, die in Auseinandersetzung mit der winterlichen Ostsee in Ahrenshoop (Künstlerhaus Lukas) entstanden sind. 

Ein Ort an der See, an dem man sich der Natur – besonders im Winter – ausgeliefert fühlen kann: Windschiefe Bäume, diagonal gepeitschte Reetflächen, Sturmwolken und zugleich die innerliche Zerrissenheit und Sehnsucht nach Aufbruch und Frühling.

In der thematischen Nähe zur Ostsee interpretieren Beatrice Dettmann und Monika Bulang-Lörcher Sturm in unterschiedlichen malerischen Positionen und verwenden vielfältige Techniken wie Öl, Grafit, Gouache, Monotypie, Bleistiftzeichnung, Relief, Acryl.

Monika Bulang-Lörcher vertieft sich in Spuren eines äußerlichen Sturms, die gleichzeitig auch eine innere Auseinandersetzung thematisieren. „Sturm“ kann als Naturerlebnis oder als Metapher psychischer Zustände verstanden werden. Die Künstlerin wählt exemplarisch kleine Strukturen aus. Sie sucht ein Detail, welches das Ganze in seiner verdichteten Struktur beinhaltet. Monika Bulang-Lörcher malt und zeichnet mit Acryl, Tusche, Farb- und- Bleistiften, in denen sie kratzt und schabt, bis die Farbe fast wieder weg ist. Welche Farbigkeit war es eigentlich? 

Beatrice Dettmann interpretiert Sturm in Werken wie „F.Sturm“ (2024, Mischtechnik auf Leinwand, 15 x 29,5 cm) in leuchtenden Neonfarben als aggressiven Frühlingssturm mit zarten Blüten. Hier sieht man Bewegung, Ballung, Zerrissenheit aber auch Hoffnung. Reliefartig wird die Dynamik eines Sturms in z.T. kleinformatigen Werken umgesetzt.
In Werken wie „P.Sturm 2“ (2024, Monotypie und Mischtechnik, 18 x 24 cm) hingegen arbeitet die Künstlerin mit der Technik der Monotypie in schrundigen Grautönen. Hier stellt Beatrice Dettmann die künstlerische Nähe zu Walter Benjamin her; der rückwärts in die Zukunft getriebene „Engel der Geschichte“ blickt im Sturm der Panzer erschrocken auf die Gegenwart.
Weitere Informationen unter dettmann.de

Beide Künstlerinnen studierten zunächst in Hamburg und sind heute in zahlreichen nationalen und internationalen Sammlungen, Messen und Ausstellungen vertreten, unter anderem im Hamburger Senat, Europa Parlament und Pinel-Gesellschaft.

14.06.2024 - 30.06.2024

Mitteilungen über die bewegliche Mitte

Malerei von Detlef Klein



Eröffnung:
Freitag, 14. Juni 2024, 18 Uhr

Werkstattgespräch:
Dienstag, 18. Juni 2024, 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 14.06. - 30.06.2024

Öffnungszeiten:
Fr + Sa 16 -18 Uhr, So 11-13 Uhr

Die Ausstellung ist zeitgleich im virtuellen Galerieraum zu sehen: LINK (wird zu Ausstellungsbeginn freigeschaltet).

Die Ausstellung wird gefördert durch Mittel der Freien und Hansestadt Hamburg.

Das Kapital ist ein scheues Reh
Detlef Klein nennt seine Malerei ‚Euphorischer Realismus‘. Er versteht sich als ‚Hofmaler‘ der Mittelschicht. Was meint er damit? Deren stabilisierende Funktion für unsere Gesellschaft will er malerisch würdigen. In gehobener Stimmung bearbeitet er das Feld unserer meist männlichen Leistungsträger aus Wirtschaft und Politik. Er untersucht deren Gestik, Dresscode und Körpersprache, die Ausdruck von Leistungsstolz, Selbstgewissheit und notwendiger Distanz zu den anderen Teilen der Gesellschaft sind. Auf eine personalisierte Darstellung verzichtet er. Der auf den ersten Blick entstehende Eindruck von bloß klischeehaft-hymnischer Verallgemeinerung wird durch leichte Brechungen korrigiert, beeinträchtigt aber nicht die euphorische Grundstimmung.