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Erkunden Sie Eimsbüttel zu Fuß

Alle hier aufgeführten Rundgänge können zu verabredeten Terminen gebucht werden


Die ehemalige Einkaufs- und Flaniermeile Eimsbütteler Chaussee

An den Rand gedrängt durch die städtebauliche Entwicklung nach 1945?

 

Hist. Ansichtskarte der Eimsbütteler Chaussee | Foto: Archiv GW Eimsbüttel  

Bummeln Sie durch die wichtigste Einkaufsstraße der Vorkriegszeit in Eimsbüttel. Erinnerungen an das Kaufhaus der Konsumgenossenschaft „Produktion“, an die erste Hamburger Karstadt-Filiale von 1903 und an das legendäre Kaufhaus "Bucky" werden wach.

 

Von Wohnterrassen und Mietfabriken

Hinterhöfe im Eimsbütteler Teil des historischen Schanzenviertel

 



Ehemalige Mietfabrik, Hinterhof Weidenallee (Mai 2012) | Foto: Archiv Thienel/ C. Wodrich
 

Auf der Führung durch ausgewählte Hinterhöfe zwischen der Weidenallee und der der Vereinsstraße hören Sie spannende Geschichten aus den Anfängen der Entwicklung dieses alten Arbeiterwohnviertels, vom Leben und Arbeiten der Menschen in den Wohnterrassen und Mietfabriken im eng bebauten Viertel. Hier stehen die ältesten Mietetagenhäuser Eimsbüttels. Die meisten Hinterhöfe wurden bereits zu einer Zeit mit Gewerbe- und Wohngebäuden bebaut als in Hamburg noch keine Bauordnung Vorgaben für Abstandsregeln machte. 

 

Die Grindelhochhäuser

Nachkriegsmoderne in Harvestehude

 


Tankstelle vor den Grindelhochhäusern (1950er-Jahre) | Foto: Denkmalschutzamt Hamburg

 

Vor 25 Jahren wurden die Grindelhochhäuser mitsamt der dazugehörigen Grünanlage als Gesamtensemble unter Denkmalschutz gestellt. Auf dem Spaziergang geht es um die besondere Entstehungsgeschichte dieser Wohnhochhausanlage, die Architektur der einzelnen Baublöcke und die geschickte Gestaltung des Geländes, in der die hellgelben Klinkerfassaden zwischen den Wiesen und Bäumen der Parkanlage hervorleuchten.



Von "Grünflecken" zum "Grünsystem"

Ein Streifzug durch die Parks in Eimsbüttel vom Weiher bis zum Unna-Park

 

Hausboot am Ufer des Isebekkanals | Foto: Hans Dall

 

Nur wenige Grünflecken lockerten vor dem Zweiten Weltkrieg das Häusermeer für 120.000 Einwohner*innen im Stadtteil Eimsbüttel auf. Oberbaudirektor Schumacher forderte ein "Grünsystem" für gesündere Wohnquartiere: für bessere Luft, für mehr Natur, fürs Spielen draußen, für die Erholung nach der Arbeit. Wir machen uns auf den Weg durch alte und neue Parks als Zeitreise durch den Stadtteil.




Wohnen am Weiher und im Beiersdorfquartier

Stadtentwicklung um die Eimsbütteler Grünanlage


Villen am Weiher | Archiv Nahrstaedt

 

Der Eimsbütteler Park „Am Weiher“ wurde im 19. Jahrhundert als Landschaftsgarten eines Anwesens angelegt. Als das Viertel immer enger bebaut wurde, kaufte die Stadt das Gelände. Es sollte der Öffentlichkeit als Erholungsraum dienen. Nach 1945 durchlief der Park verschiedene Transformationen. Mit seinen geschwungenen Wegen, dem alten Baumbestand und den angrenzenden Spielflächen ist er inzwischen eine Oase der Ruhe - trotz seiner Nähe zum vielbefahrenen Ring 2. Mit dem geplanten, neuen Wohnviertel auf dem angrenzenden Gelände von Beiersdorf wird der Stadtteil um die Parkanlage weiter wachsen. Was bedeutet das für das Viertel und den Park „Am Weiher“?

 

Pflaster, Cremes und Radioröhren

Industriestandort Eimsbüttel/Lokstedt – Beiersdorf und Valvo


Frauen arbeiten bei VALVO in den 1960er-Jahren | Foto: Valvo Archiv

 

Von der Unnastraße in Eimsbüttel aus entwickelte sich Beiersdorf vom Pflasterhersteller zum internationalen Kosmetikkonzern, der seine Produktion bis nach Lokstedt ausweitete. Parallel dazu wurde aus der Fabrik für Radio- und Militärröhren der Firma Philips/Valvo auf dem Areal neben Beiersdorf der heutige Produzent von Halbleiter-Bauelementen Nexperia/NXP. Über lange Zeit fanden insbesondere viele Frauen aus Eimsbüttel hier ihre Arbeit. Bei dem Rundgang geht es auch um das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen in diesen als „kriegswichtige Produktionsstätten“ eingestuften Betrieben im Zweiten Weltkrieg.

 

Das inszenierte Fremde

Die koloniale Geschichte des Tierpark Hagenbeck

Ausschnitt Titelblatt "Führer durch Carl Hagenbeck's Tierpark in Stellingen" (1909)  

Der Tierpark Hagenbeck im Eimsbütteler Stadtteil Stellingen wurde kurz nach seiner Eröffnung 1907 zu einer Attraktion mit internationaler Strahlkraft: Er inszenierte exotische Welten und präsentierte Tiere in naturnah gestalteten, gitterlosen Gehegen - seinerzeit ein völlig neues Konzept für einen Zoo. Ein zentrales Element waren die „Völkerschauen“. In ihnen wurden vermeintlich „wilde“ Menschen aus den kolonialisierten Gebieten Afrikas, Asiens und Amerikas öffentlich „ausgestellt“, was rassistische Stereotype und koloniale Hierarchien verstärkte. Der Rundgang führt Außen um das Areal herum und stellt die  baulichen Besonderheiten des Tierparks ebenso vor wie die Ideen, Visionen und Überzeugungen seines Gründers Carl Hagenbeck. Auch der Umgang der Familie mit ihrer kolonialen Firmengeschichte wird thematisiert.



Der jüdisch-orthodoxe Friedhof Langenfelde

Eine Ruhestätte "für die Ewigkeit"

friedhof_langenfelde_cropped.jpg (283 KB)

Foto: Angela Hars

 

Versteckt zwischen Kleingärten und Bahntrassen liegt der jüdisch-orthodoxe Friedhof Langenfelde mit seinen über 2.000 schlichten, meist rechteckigen Grabsteinen. Diese verwunschene, nur zu besonderen Anlässen zugängliche Anlage wurde 1887 eingeweiht und steht unter Denkmalschutz. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts fanden hier Mitglieder der jüdischen Gemeinde ihre letzte Ruhestätte. Die Namen und Daten auf den Grabsteinen zeugen vom Leben und Wirken bekannter und unbekannter Hamburger Familien. Bei der Führung über das Gelände werden auch die Hintergründe erklärt, die zur Anlage des jüdischen Friedhofs in dieser Gegend geführt haben.

 

Nationalsozialismus in Eimsbüttel

Eine Spurensuche zu Widerstand und Verfolgung

Luruper Weg | Foto: Archiv GW Eimsbüttel

 

Während des Rundgangs suchen wir nach Spuren und Anhaltspunkten, die auf den Nationalsozialismus im ehemals ‚roten‘ Stadtteil Eimsbüttel verweisen. Manche Orte stehen in Zusammenhang mit politischer, rassistischer oder antisemitischer Verfolgung, die vor aller Augen stattfand. An anderen Orten wiederum zeigt sich, dass der Nationalsozialismus für die nicht-verfolgte Mehrheitsgesellschaft attraktive Angebote zur Teilhabe, aber auch die Möglichkeit für persönliche Bereicherung bot. Die Geschichten des Widerstands der Wenigen gegen die NS-Diktatur machen deutlich, dass es trotz Repressionsdrohungen durchaus Handlungsspielräume gab. Während des Krieges gehörten in Lagern untergebrachte ausländische Zwangsarbeiter*innen auch in Eimsbüttel zum Alltag.

 

Deportiert von der Hamburger Reichsbahn: Der Bahndezernent Leopold Sussmann 

Historischer Ortstermin

Sussmann_Stolperstein.jpg (287 KB)

 

 

Langjährige Reichsbahnbeamte wie Leopold Sussmann gehörten nach der Machtergreifung 1933 zu den ersten, die als „Nicht-Arier“ von der Reichsbahndirektion Hamburg entlassen wurden. Willig beteiligte sich die Eisenbahnverwaltung an der Verfolgung und Vernichtung ihrer Mitarbeitenden und stellte Personal, Betriebsmittel und Infrastruktur ganz in den Dienst einer verbrecherischen Kriegsführung. Ohne die Deportationslogistik der Reichsbahn wären weder der Völkermord an den Juden und den Sinti und Roma Europas noch die Verschleppung zur Zwangsarbeit möglich gewesen. Am 6. Dezember 1941, im Jahr seiner Pensionsberechtigung, deportierte die Hamburger Reichsbahn Leopold und Selma Sussmann vom Hannoverschen Bahnhof nach Riga.

 

Von "Knochenschüttlern" und "Bergbahnen"

Eine Radtour in die Eimsbütteler und Hamburger Fahrradgeschichte

Lars Amenda © RV Endspurt Hamburg von 1905  

Bereits 1869 gründete sich der Eimsbütteler Velocipeden-Reit-Club und machte auf „Knochenschüttlern“ die Stadt unsicher. Ab 1885 lockte die nahe gelegene „Grindelbergbahn“ mit spektakulären Rennen und wurde zum Zentrum des kolossalen Fahrradbooms um 1900. Wer waren die prägenden Akteur*innen in Eimsbüttel? Wir begeben uns – natürlich per Fahrrad – auf Spurensuche.



Vergessen und verdrängt

Das ehemalige NS-Regierungsviertel von Hamburg

Sophienterrasse 14, Sitz des Generalkommandos des X. Armeekorps und der Wehrkreisverwaltung X, ca. 1938 | Foto: Standortchronik Hamburg, 1942   

Es ist nahezu unbekannt, dass die Nationalsozialist*innen im noblen Harvestehude/Rotherbaum ab 1933 ein Regierungsviertel einrichteten. Mehrere Dutzend zentrale Dienststellen der Staats- und Gemeindeverwaltung, der Wehrmacht und der NSDAP mit ihren Untergliederungen etablierten sich dort. Die wichtigsten Stationen der zweistündigen Führung sind das ehemalige Generalkonsulat der USA (NSDAP-Zentrale, Gauleitung), die Hochschule für Musik und Theater (Reichstatthalterei, Staatsverwaltung) sowie das Sophienpalais (Zentrale der Wehrmacht für Norddeutschland).

 

"Operation Gomorrha" und die Architektur des Krieges

Geschichte(n) von Bunkern und baulichen Relikten


Entwurf für das Bunkerhaus Eimsbütteler Straße 36 | 
Foto: Denkmalschutzamt 1999
 

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden in Eimsbüttel unzählige Bunker errichtet. Sie sollten die zivile Bevölkerung vor Luftangriffen schützen. Die "Operation Gomorrha" zerstörte den Lebensraum der Menschen. Die städtebaulichen Veränderungen sind bis heute sichtbar. Mit der Aufhebung der Zivilschutzbindung im Jahr 2007 wurden die Bunker wieder interessant, denn Bauland fehlte seit Jahrzehnten. Aktuell führen kreative Ideen wieder zu einer Veränderung des Stadtbilds. Begeben Sie sich auf Spurensuche nach dem Alten und Neuen in Eimsbüttel!

 

Der Isebek

Leben auf Laufe eines verschwundenen Baches.  

 

Foto: Frederika Hoffmann

 

Teil 1: Von Altona zum Eimsbütteler Weidenstieg

Teil 2: Am kanal zwischen Weidenstieg und Hogeluftchaussee

Teil 3: Von der Hoheluftchaussee bis zum Alterstreek



Zwischen Tunnel und Tresen – Der Stellinger Weg

Geschichte und Gegenwart des neuen Hotspots abseits der Osterstraße 

Stellinger Weg Foto: Alana Tongers

 

Der Stellinger Weg gilt als Eimsbüttels neuer Hotspot. Auf seinen knapp 700 Metern gibt es über 15 Kneipen, viele kleine Läden und Kioske. An einem Ende wird er begrenzt durch den Fanny-Mendelsohn-Platz, auf dem anderen durch den Else-Rauch-Platz, der ursprünglich eine Straßenbahnwendeschleife war. Im Untergrund versteckt sich eine ehemalige U-Bahnstation, hinter den 50er-Jahre-Bauten im ehemaligen „Kakerlatschenviertel“ befinden sich schöne Hinterhöfe und zwischen den Gründerzeithäusern zahlreiche Geheimwege. Kommen Sie mit auf eine historische Entdeckungstour abseits des Zentrums an der Osterstraße!

 

Rosa Luxemburg, Anita Sellenschloh und Peggy Parnass

Auf den Spuren von drei engagierten Frauen aus drei Jahrhunderten 

Peggy Parnass (2009) | Foto Udo Grimberg, Lizenz Creative Commons by-sa-3-0 de, CC BY-SA 3-0 de

 

Stellvertretend für viele wird bei diesem Rundgang an den Lebens- und Wirkungsstätten an drei außergewöhnliche Frauen erinnert, deren politisches Engagement in Eimsbüttel begann. Sie lebten in drei Jahrhunderten und setzten sich, jede in einer anderen Zeit, gegen Militarisierung, den Nationalsozialismus und das Vergessen ein.

Rosa Luxemburg (1871-1919) begann ihr Wirken als Aktivistin und Rednerin in Eimsbüttel. Anita Sellenschloh (1911-1997) war eine Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime und später als Zeitzeugin über den Stadtteil hinaus aktiv. Peggy Parnass (1927-2025) wuchs in Eimsbüttel auf und wurde als Kind von Deportierten aus dem Stadtteil gerettet. Nach ihrer Rückkehr kämpfte sie als Publizistin, Schauspielerin und mutige Gerichtsreporterin unermüdlich gegen das Vergessen.







"Von unten nach oben" – Eimsbüttel für Kids

Stadtteilerkundung für Kinder mit "ihren" Erwachsenen (für Kinder von 7 bis 12 Jahren geeignet)

 

Zwischen Hörsaal und Handel

Koloniale Spuren im Hamburger Univiertel 



 

 

 

 




Diese Rundgänge sind außerdem auf Anfrage buchbar:

 

"Neu-Eimsbüttel wird gebaut"

Wohnungsbau der Nachkriegszeit zwischen Doormannsweg und Eimsbütteler Marktplatz

 

 Rundgang_ Neu_Eimsbuettel_ Foto GM_Andrea Orth.jpg (292 KB)

Foto: Galerie Morgenland/ Andrea Orth

 

Ein ruhiges, durchgrüntes Wohngebiet mit hoher Naherholungsqualität für die MieterInnen und kurzen Wegen für die Kinder sollte hier auf den Trümmerflächen des 2. Weltkrieges entstehen. Gleichzeitig wurden die Hauptstraßen an drei Rändern des Gebietes als breite Magistralen für die autogerechte Stadt geplant und ausgebaut.

Beim Gang durch das Viertel lernen Sie die Vorstellungen der Nachkriegszeit kennen und wir fragen uns auch, was davon sich bis heute bewährt und Bestand hat, welche der damals umgesetzten Ideen nicht (mehr) funktionieren und ob und wie sie sich heute korrigieren ließen. 


Steinerne Zeitzeugen: Eimsbüttels Bunker

Zur Geschichte und Nachnutzung der Kriegsbauten im Stadtteil

 

 Bunkerhaus_Eimsb_Str_36_LMZ1994.jpg (297 KB)

Bunkerhaus Eimbütteler Straße 36.
Foto: Staatsarchiv Hamburg 1994 (Landesbildstelle)

 

Mit Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Eimsbüttel Bunker und Schutzräume errichtet. Sie sollten die zivile Bevölkerung vor Luftangriffen schützen. Wurde zu Beginn des Krieges ausschließlich sogenannte kriegswichtige Industrie bombardiert, änderte sich das bei der "Operation Gomorrha" – nun wurden die Menschen selbst und ihre Wohngebiete zum Ziel. Begeben Sie sich im Stadtteil auf Spurensuche nach den Relikten der Architektur des Krieges.


Spuren jüdischen Lebens in der Kielortallee

Ein Spaziergang zu Alltag und Verfolgung

 

Das ehemalige Oppenheimer Stift Kielortallee 22/24 (Foto: H. Pannwitt)  

Einst gab es in der Kielortallee ein reges jüdisches Leben. Heute erinnern Stolpersteine an die Hamburger*innen, die hier vor der systematischen Entrechtung, Ausgrenzung und Verfolgung der Nationalsozialisten lebten. Der Gang durch die nahezu unzerstörte Kielortallee führt vorbei an Stolpersteinen, zwei ehemaligen Synagogen und Wohnstiften. 

 

Frauenrechte und Widerstand

Porträts von sechs couragierten Frauen