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rundgänge

  • 09. Oktober 2026, 16:00

    Zwischen Hörsaal und Handel

    Koloniale Spuren im Hamburger Univiertel

    Das Univiertel ist ein zentraler Ort für Hamburgs koloniale Verflechtung. Die Universität entstand selbst aus dem "Hamburgischen Kolonialinstitut", das von 1908 bis 1919 koloniales Wissen produzierte und damit Handel, Expansion und Verwaltung unterstützte. Geografie, Ethnologie und Wirtschaftswissenschaften entwickelten Methoden und Sammlungen, die Ausbeutung der Kolonien und ihrer indigenen Bevölkerungen legitimierten. Auch Unternehmensstiftungen, akademische Netzwerke und wissenschaftliche Karrieren waren eng mit dem Kolonialinstitut verflochten. Denkmäler, Straßenbenennungen und museale Bestände prägten zudem das gesamte Viertel als Schaufenster imperialer Ansprüche und des aus kolonialem Handel erwirtschafteten Reichtums. Der Rundgang zeigt, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung aktiv am kolonialen Projekt mitwirkten und welche Spuren davon bis heute sichtbar sind.
    Treffpunkt: Eingang zum Uni-Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1
    Dauer: 2,5 Std.
    Leitung: Malina Emmerink

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 11. Oktober 2026, 14:00

    Das inszenierte Fremde

    Die koloniale Geschichte des Tierpark Hagenbeck

    Der Tierpark Hagenbeck im Eimsbütteler Stadtteil Stellingen wurde kurz nach seiner Eröffnung 1907 zu einer Attraktion mit internationaler Strahlkraft: Er inszenierte exotische Welten und präsentierte Tiere in naturnah gestalteten, gitterlosen Gehegen – seinerzeit ein völlig neues Konzept für einen Zoo. Ein zentrales Element waren die „Völkerschauen“. In ihnen wurden vermeintlich „wilde“ Menschen aus den kolonialisierten Gebieten Afrikas, Asiens und Amerikas öffentlich „ausgestellt“, was rassistische Stereotype und koloniale Hierarchien verstärkte. Der Rundgang führt außen um das Areal herum und stellt die baulichen Besonderheiten des Tierparks ebenso vor wie die Ideen, Visionen und Überzeugungen seines Gründers Carl Hagenbeck. Auch der Umgang der Familie mit ihrer kolonialen Firmengeschichte wird thematisiert.
    Treffpunkt: U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark, an der Skulptur "Mann auf Giraffe"
    Dauer: 2,5 Std.
    Leitung: Malina Emmerink

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 27. Oktober 2026, 11:00

    Von unten nach oben – Eimsbüttel für Kids

    Stadtteilerkundung für Kinder mit „ihren“ Erwachsenen

    Auf der Kids-Tour erkunden wir unseren aufregenden Stadtteil von unten nach oben: Zusammen erforschen wir zuerst die Welt unter unseren Füßen – die spannende Bunkerwelt. Wieder oben streunen wir gemeinsam durch das Straßenlabyrinth und entdecken dabei Spielplätze, einen Mitmach-Garten und eine Kirche mit Zwiebeltürmchen. Am Ende führt unser Weg uns hoch hinaus zu den Häusern der Lenzsiedlung, die in den Himmel zu wachsen scheinen. Diese Tour ist für alle im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, die von Erwachsenen begleitet werden.
    Treffpunkt: Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel, Sillemstraße 79
    Dauer: 2 Std.
    Leitung: Sandra Latussek

    Anmeldung nicht erforderlich

    Eintritt: Für alle Kinder bis 12 Jahren frei, 8,00€ für Erwachsene, für Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel kostenlos
  • 08. November 2026, 14:00

    Nationalsozialismus in Eimsbüttel

    Eine Spurensuche zu Widerstand und Verfolgung

    Während des Rundgangs suchen wir nach Spuren und Anhaltspunkten, die auf den Nationalsozialismus im ehemals ‚roten‘ Stadtteil Eimsbüttel verweisen. Manche Orte stehen in Zusammenhang mit politischer, rassistischer oder antisemitischer Verfolgung, die vor aller Augen stattfand. An anderen Orten wiederum zeigt sich, dass der Nationalsozialismus für die nicht-verfolgte Mehrheitsgesellschaft attraktive Angebote zur Teilhabe, aber auch die Möglichkeit für persönliche Bereicherung bot.

    Die Geschichten des Widerstands der Wenigen gegen die NS-Diktatur machen deutlich, dass es trotz Repressionsdrohungen durchaus Handlungsspielräume gab. Während des Krieges gehörten in Lagern untergebrachte ausländische Zwangsarbeiter*innen auch in Eimsbüttel zum Alltag.
    Treffpunkt: Fanny-Mendelssohn-Platz (U-Bahnstation Osterstraße). Der Rundgang endet Nähe U-Bahnstation Christuskirche
    Dauer: 2,5 Std.
    Leitung: Jonas Jakubowski

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei