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rundgänge

  • 06. April 2026, 15:00

    Eimsbütteler Chaussee – Die ehemalige Einkaufs- und Flaniermeile

    An den Rand gedrängt durch die städtebauliche Entwicklung nach 1945?

    Bummeln Sie an diesem Ostermontag durch die wichtigste Einkaufsstraße der Vorkriegszeit in Eimsbüttel. Erinnerungen an das Kaufhaus der Konsumgenossenschaft „Produktion“, an die erste Hamburger Karstadt-Filiale von 1903 und an das legendäre Kaufhaus "Bucky" werden wach.
    Treffpunkt: U-Bahnhof Emilienstraße
    Dauer: 2,5 Std.
    Leitung: Helga Magdalena Thienel

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 12. April 2026, 14:00

    "Operation Gomorrha" und die Architektur des Krieges in Eimsbüttel

    Geschichte(n) von Bunkern und baulichen Relikten

    Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden in Eimsbüttel unzählige Bunker errichtet. Sie sollten die zivile Bevölkerung vor Luftangriffen schützen. Die "Operation Gomorrha" zerstörte den Lebensraum der Menschen. Die städtebaulichen Veränderungen sind bis heute sichtbar. Mit der Aufhebung der Zivilschutzbindung im Jahr 2007 wurden die Bunker wieder interessant, denn Bauland fehlte seit Jahrzehnten. Aktuell führen kreative Ideen wieder zu einer Veränderung des Stadtbilds. Begeben Sie sich auf Spurensuche nach dem Alten und Neuen in Eimsbüttel!
    Treffpunkt: Bunker, Eimsbütteler Straße 36
    Dauer: 2 Stunden
    Leitung: Sandra Latussek

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 25. April 2026, 14:00

    Pflaster, Cremes und Radioröhren

    Industriestandort Eimsbüttel/Lokstedt – Beiersdorf und Valvo

    Von der Unnastraße in Eimsbüttel aus entwickelte sich Beiersdorf vom Pflasterhersteller zum internationalen Kosmetikkonzern, der seine Produktion bis nach Lokstedt ausweitete. Parallel dazu wurde aus der Fabrik für Radio- und Militärröhren der Firma Philips/Valvo auf dem Areal neben Beiersdorf der heutige Produzent von Halbleiter-Bauelementen Nexperia/NXP. Über lange Zeit fanden insbesondere viele Frauen aus Eimsbüttel hier ihre Arbeit.

    Wir erkunden die Geschichte dieser beiden für den Stadtteil wichtigen Konzerne bei einem Rundgang durch das Industriegebiet. Dabei geht es auch um die Veränderungen der Arbeitsbedingungen und das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen in diesen als „kriegswichtige Produktionsstätten“ eingestuften Betrieben im Zweiten Weltkrieg.
    Treffpunkt: Unnastraße, Ecke Ottersbekallee
    Dauer: 2,5 Std.
    Leitung: Janja Nahrstaedt, Werner Bradinal

    Anmeldung nicht erforderlich
    Weiterer Termin: Sa., 26.09.2026, 14 UhrEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 26. April 2026, 14:00

    Deportiert von der Hamburger Reichsbahn. Der Bahndezernent Leopold Sussmann

    Ein historischer Ortstermin zum "Monat des Gedenkens Eimsbüttel"

    Langjährige Reichsbahnbeamte wie Leopold Sussmann gehörten nach der Machtergreifung 1933 zu den ersten, die als „Nicht-Arier“ von der Reichsbahndirektion Hamburg entlassen wurden. Willig beteiligte sich die Eisenbahnverwaltung an der Verfolgung und Vernichtung ihrer Mitarbeitenden und stellte Personal, Betriebsmittel und Infrastruktur ganz in den Dienst einer verbrecherischen Kriegsführung. Ohne die Deportationslogistik der Reichsbahn wären weder der Völkermord an den Juden und den Sinti und Roma Europas noch die Verschleppung zur Zwangsarbeit möglich gewesen. Am 6. Dezember 1941, im Jahr seiner Pensionsberechtigung, deportierte die Hamburger Reichsbahn Leopold und Selma Sussmann vom Hannoverschen Bahnhof nach Riga.
    Treffpunkt: Bushaltestelle Alsterchaussee
    Dauer: 1,5 Stunden
    Leitung: Marut G. Perle

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 03. Mai 2026, 14:00

    Rosa Luxemburg, Anita Sellenschloh und Peggy Parnass

    Auf den Spuren von engagierten Frauen aus drei Jahrhunderten

    Stellvertretend für viele wird bei diesem Rundgang an den Lebens- und Wirkungsstätten an drei außergewöhnliche Frauen erinnert, deren politisches Engagement in Eimsbüttel begann. Sie lebten in drei Jahrhunderten und setzten sich, jede in einer anderen Zeit, gegen Militarisierung, den Nationalsozialismus und das Vergessen ein.

    Rosa Luxemburg (1871-1919) begann ihr Wirken als Aktivistin und Rednerin in Eimsbüttel. Anita Sellenschloh (1911-1997) war eine Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime und später als Zeitzeugin über den Stadtteil hinaus aktiv. Peggy Parnass (1927-2025) wuchs in Eimsbüttel auf und wurde als Kind von Deportierten aus dem Stadtteil gerettet. Nach ihrer Rückkehr kämpfte sie als Publizistin, Schauspielerin und mutige Gerichtsreporterin unermüdlich gegen das Vergessen.

    Eine Veranstaltung im Rahmen des Monat des Gedenkens Eimsbüttel.
    Treffpunkt: Rosa-Luxemburg-Garten, gegenüber U-Bahnhof „Emilienstraße“
    Der Rundgang endet am Parnass-Platz, Lappenbergsallee/Methfesselstraße 

    Dauer: 1,5 Std.
    Leitung: Sabine Schmidt

    Anmeldung nicht erforderlich
    Weiterer Termin: So., 05.07.2026, 14 Uhr



    Eintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 09. Mai 2026, 14:00

    Vergessen und verdrängt

    Das ehemalige NS-Regierungsviertel von Hamburg

    Es ist nahezu unbekannt, dass die Nationalsozialist*innen im noblen Harvestehude/Rotherbaum ab 1933 ein Regierungsviertel einrichteten. Mehrere Dutzend zentrale Dienststellen der Staats- und Gemeindeverwaltung, der Wehrmacht und der NSDAP mit ihren Untergliederungen etablierten sich dort. Die wichtigsten Stationen der Führung sind das ehemalige Generalkonsulat der USA (NSDAP-Zentrale, Gauleitung), die Hochschule für Musik und Theater (Reichsstatthalterei, Staatsverwaltung) sowie das Sophienpalais (Zentrale der Wehrmacht für Norddeutschland).

    Eine Veranstaltung im Rahmen des Monat des Gedenkens Eimsbüttel.
    Treffpunkt: Theodor-Heuss-Platz am Dammtor-Bahnhof (hinter der Tankstelle, an der Moorweide)
    Dauer: 2,5 Stunden
    Leitung: Herbert Diercks

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 10. Mai 2026, 14:00

    Nationalsozialismus in Eimsbüttel

    Eine Spurensuche zu Widerstand und Verfolgung

    Während des Rundgangs suchen wir nach Spuren und Anhaltspunkten, die auf den Nationalsozialismus im ehemals ‚roten‘ Stadtteil Eimsbüttel verweisen. Manche Orte stehen in Zusammenhang mit politischer, rassistischer oder antisemitischer Verfolgung, die vor aller Augen stattfand. An anderen Orten wiederum zeigt sich, dass der Nationalsozialismus für die nicht-verfolgte Mehrheitsgesellschaft attraktive Angebote zur Teilhabe, aber auch die Möglichkeit für persönliche Bereicherung bot.

    Die Geschichten des Widerstands der Wenigen gegen die NS-Diktatur machen deutlich, dass es trotz Repressionsdrohungen durchaus Handlungsspielräume gab. Während des Krieges gehörten in Lagern untergebrachte ausländische Zwangsarbeiter*innen auch in Eimsbüttel zum Alltag.

    Ein Beitrag zum Monat des Gedenkens Eimsbüttel.
    Treffpunkt: Fanny-Mendelssohn-Platz (U-Bahnstation Osterstraße). Der Rundgang endet Nähe U-Bahnstation Christuskirche
    Dauer: 2 Std.
    Leitung: Jonas Jakubowski

    Anmeldung nicht erforderlich
    Weiterer Termin: So., 08.11.2026, 14 UhrEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 17. Mai 2026, 15:00

    Von Wohnterrassen und Mietfabriken

    Hinterhöfe im Eimsbütteler Teil des historischen Schanzenviertels

    Auf der Führung durch ausgewählte Hinterhöfe zwischen der Weidenallee und der der Vereinsstraße hören Sie spannende Geschichten aus den Anfängen der Entwicklung dieses alten Arbeiterwohnviertels, vom Leben und Arbeiten der Menschen in den Wohnterrassen und Mietfabriken im eng bebauten Viertel. Hier stehen die ältesten Mietetagenhäuser Eimsbüttels. Die meisten Hinterhöfe wurden bereits zu einer Zeit mit Gewerbe- und Wohngebäuden bebaut als in Hamburg noch keine Bauordnung Vorgaben für Abstandsregeln machte. Neben den Anfängen der großstädtischen Entwicklung werden wir uns auf der Tour auch intensiv mit der Ausgestaltung und den Folgen der zwei großen Sanierungswellen zwischen 1980 und 2000 befassen, in deren Folge sich dieses – zum Eimsbütteler Teil des historischen Schanzenviertels gehörende – Gebiet zunehmend gentrifizierte.
    Treffpunkt: U-Bahnhof Christuskirche
    Dauer: 2,5 Std.
    Leitung: Helga Magdalena Thienel

    Anmeldung nicht erforderlich
    Weiterer Termin: So., 30.08.2026, 15 UhrEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 07. Juni 2026, 14:00

    Das inszenierte Fremde

    Die koloniale Geschichte des Tierpark Hagenbeck

    Der Tierpark Hagenbeck im Eimsbütteler Stadtteil Stellingen wurde kurz nach seiner Eröffnung 1907 zu einer Attraktion mit internationaler Strahlkraft: Er inszenierte exotische Welten und präsentierte Tiere in naturnah gestalteten, gitterlosen Gehegen - seinerzeit ein völlig neues Konzept für einen Zoo. Ein zentrales Element waren die „Völkerschauen“. In ihnen wurden vermeintlich „wilde“ Menschen aus den kolonialisierten Gebieten Afrikas, Asiens und Amerikas öffentlich „ausgestellt“, was rassistische Stereotype und koloniale Hierarchien verstärkte. Der Rundgang führt Außen um das Areal herum und stellt die baulichen Besonderheiten des Tierparks ebenso vor wie die Ideen, Visionen und Überzeugungen seines Gründers Carl Hagenbeck. Auch der Umgang der Familie mit ihrer kolonialen Firmengeschichte wird thematisiert.
    Treffpunkt: U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark, an der Skulptur "Mann auf Giraffe"
    Dauer: 2 Std.
    Leitung: Malina Emmerink

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
    Weiterer Termin: So., 11.01.2026, 14 UhrEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 14. Juni 2026, 11:00

    Der jüdisch-orthodoxe Friedhof Langenfelde

    Eine Ruhestätte für die Ewigkeit

    Versteckt zwischen Kleingärten und Bahntrassen liegt der jüdisch-orthodoxe Friedhof Langenfelde mit seinen über 2.000 schlichten, meist rechteckigen Grabsteinen. Diese verwunschene, nur zu besonderen Anlässen zugängliche Anlage wurde 1887 eingeweiht und steht unter Denkmalschutz. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts fanden hier Mitglieder der jüdischen Gemeinde ihre letzte Ruhestätte. Die Namen und Daten auf den Grabsteinen zeugen vom Leben und Wirken bekannter und unbekannter Hamburger Familien. Bei der Führung über das Gelände werden auch die Hintergründe erklärt, die zur Anlage des jüdischen Friedhofs in dieser Gegend geführt haben.

    Männer bitte mit Kopfbedeckung!

    Treffpunkt: S-Bahnhof Langenfelde
    Dauer: 1,5 Stunden
    Leitung: Angela Hars

    Anmeldung nicht erforderlich

    Eine Veranstaltung im Rahmen des Monat des Gedenkens Eimsbüttel.

     

    Eintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 19. Juni 2026, 17:00

    Zwischen Tunnel und Tresen – der Stellinger Weg

    Geschichte und Gegenwart des neuen Hotspots abseits der Osterstraße

    Der Stellinger Weg gilt als Eimsbüttels neuer Hotspot. Auf seinen knapp 700 Metern gibt es über 15 Kneipen, viele kleine Läden und Kioske. An einem Ende wird er begrenzt durch den Fanny-Mendelsohn-Platz, auf dem anderen durch den Else-Rauch-Platz, der ursprünglich eine Straßenbahnwendeschleife war. Im Untergrund versteckt sich eine ehemalige U-Bahnstation, hinter den 50er-Jahre-Bauten im ehemaligen „Kakerlatschenviertel“ befinden sich schöne Hinterhöfe und zwischen den Gründerzeithäusern zahlreiche Geheimwege. Kommen Sie mit auf eine historische Entdeckungstour abseits des Zentrums an der Osterstraße!
    Treffpunkt: Else-Rauch-Platz, vor Schule Lutterothstraße 78
    Endpunkt: Fanny-Mendelsohn-Platz / Osterstraße
    Dauer: 1 Std.
    Leitung: Hans Dall

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 28. Juni 2026, 14:00

    Von 'Grünflecken' zum 'Grünsystem'

    Ein Streifzug durch die Parks in Eimsbüttel vom Weiher bis zum Unna-Park

    Nur wenige Grünflecken lockerten vor dem Zweiten Weltkrieg das Häusermeer für 120.000 Einwohner*innen im Stadtteil Eimsbüttel auf. Oberbaudirektor Schumacher forderte ein "Grünsystem" für gesündere Wohnquartiere: für bessere Luft, für mehr Natur, fürs Spielen draußen, für die Erholung nach der Arbeit. Wir machen uns auf den Weg durch alte und neue Parks als Zeitreise durch den Stadtteil.
    Treffpunkt: Ottersbekallee / Ecke Lutterothstraße. Der Gang endet im Henry-Vahl-Park / Ecke Heußweg
    Dauer: 2 Std.
    Leitung: Hans Dall

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 04. Juli 2026, 15:00

    Von „Knochenschüttlern“ und „Bergbahnen“

    Eine Radtour in die Eimsbütteler und Hamburger Fahrradgeschichte

    Das Fahrrad hat in Eimsbüttel eine lange Geschichte. Bereits 1869 gründete sich der Eimsbütteler Velocipeden-Reit-Club und machte auf „Knochenschüttlern“ die Stadt unsicher. Ab 1885 lockte die nahe gelegene „Grindelbergbahn“ mit spektakulären Rennen und wurde zum Zentrum des kolossalen Fahrradbooms um 1900. Wer waren die prägenden Akteur*innen in Eimsbüttel? Wir begeben uns – natürlich per Fahrrad – auf Spurensuche.
    Treffpunkt: Haupteingang Christuskirche Eimsbüttel (Fruchtallee/Bei der Christuskirche)
    Dauer: 1,5 Std.
    Leitung: Dr. Lars Amenda

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 14. Juli 2026, 11:00

    Von unten nach oben – Eimsbüttel für Kids

    Stadtteilerkundung für Kinder mit „ihren“ Erwachsenen

    Auf der Kids-Tour erkunden wir unseren aufregenden Stadtteil von unten nach oben: Zusammen erforschen wir zuerst die Welt unter unseren Füßen – die spannende Bunkerwelt. Wieder oben streunen wir gemeinsam durch das Straßenlabyrinth und entdecken dabei Spielplätze, einen Mitmach-Garten und eine Kirche mit Zwiebeltürmchen. Am Ende führt unser Weg uns hoch hinaus zu den Häusern der Lenzsiedlung, die in den Himmel zu wachsen scheinen. Diese Tour ist für alle im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, die von Erwachsenen begleitet werden.
    Treffpunkt: Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel, Sillemstraße 79
    Dauer: 2 Std.
    Leitung: Sandra Latussek

    Anmeldung nicht erforderlich
    Weiterer Termin: Di., 27.10.2026, 11 UhrEintritt: 8 Euro3,00€ für Kinder. Für Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 29. August 2026, 14:00

    Zwischen Hörsaal und Handel

    Koloniale Spuren im Hamburger Univiertel

    Das Univiertel ist ein zentraler Ort für Hamburgs koloniale Verflechtung. Die Universität entstand selbst aus dem "Hamburgischen Kolonialinstitut", das von 1908 bis 1919 koloniales Wissen produzierte und damit Handel, Expansion und Verwaltung unterstützte. Geografie, Ethnologie und Wirtschaftswissenschaften entwickelten Methoden und Sammlungen, die Ausbeutung der Kolonien und ihrer indigenen Bevölkerungen legitimierten. Auch Unternehmensstiftungen, akademische Netzwerke und wissenschaftliche Karrieren waren eng mit dem Kolonialinstitut verflochten. Denkmäler, Straßenbenennungen und museale Bestände prägten zudem das gesamte Viertel als Schaufenster imperialer Ansprüche und des aus kolonialem Handel erwirtschafteten Reichtums. Der Rundgang zeigt, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung aktiv am kolonialen Projekt mitwirkten und welche Spuren davon bis heute sichtbar sind.
    Treffpunkt: Eingang zum Uni-Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1
    Dauer: 2 Std.
    Leitung: Malina Emmerink

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
    Weiterer Termin: Fr., 09.10.2026, 16 UhrEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 25. September 2026, 16:00

    Die Grindelhochhäuser

    Nachkriegsmoderne in Harvestehude

    Vor 25 Jahren wurden die Grindelhochhäuser mitsamt der dazugehörigen Grünanlage als Gesamtensemble unter Denkmalschutz gestellt. Auf dem Spaziergang geht es um die besondere Entstehungsgeschichte dieser Wohnhochhausanlage, die Architektur der einzelnen Baublöcke und die geschickte Gestaltung des Geländes, in der die hellgelben Klinkerfassaden zwischen den Wiesen und Bäumen der Parkanlage hervorleuchten.

    Darüber hinaus werden wir uns intensiv mit dem Leben und Wohnen in dieser grünen, zentral gelegenen und gleichzeitig autofreien Wohnhochhausanlage befassen und die mögliche Bedeutung und Beispielhaftigkeit für die Entwicklung heutiger innerstädtischer Neubauviertel diskutieren.
    Treffpunkt: U-Bahnhof Hoheluftbrücke
    Dauer: 2,5 Std.
    Leitung: Helga Magdalena Thienel

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei
  • 27. September 2026, 11:00

    Wohnen am Weiher und im Beiersdorfquartier

    Stadtentwicklung um die Eimsbütteler Grünanlage

    Der Eimsbütteler Park „Am Weiher“ wurde im 19. Jahrhundert als Landschaftsgarten eines Anwesens angelegt. Als das Viertel immer enger bebaut wurde, kaufte die Stadt das Gelände. Es sollte der Öffentlichkeit als Erholungsraum dienen.

    Nach 1945 durchlief der Park verschiedene Transformationen. Mit seinen geschwungenen Wegen, dem alten Baumbestand und den angrenzenden Spielflächen ist er inzwischen eine Oase der Ruhe - trotz seiner Nähe zum vielbefahrenen Ring 2.

    Mit dem geplanten, neuen Wohnviertel auf dem angrenzenden Gelände von Beiersdorf wird der Stadtteil um die Parkanlage weiter wachsen. Was bedeutet das für das Viertel und den Park „Am Weiher“?
    Treffpunkt: Eingang zum Park (beim Café nahe Bushaltestelle Goebenstraße)
    Dauer: 1,5 Std.
    Leitung: Janja Nahrstaedt

    Anmeldung nicht erforderlichEintritt: 8 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei