Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel

Galerie Morgenland /

Öffnungszeiten:


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PERSPEKTIVEN

 

Dienstag, 2. Oktober 2018, 19:30 Uhr

Eintritt frei

Vertraute Fremde, fremde Vertraute

Fotografien aus der neuen Heimat

Ausstellungseröffnung

In der Fotografie gibt es keine Sprachbarrieren. Bilder sind die einzige Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird. In ihr werden Gefühle, Gedanken, Ideen, Geschichten und die Sicht des Fotografierenden transportiert. Fotos zeigen die Schönheiten des Lebens, verschweigen aber auch nicht die Schwierigkeiten des Daseins.
Die Bilder dieser Ausstellung setzen sich mit den Fragen nach dem Fremden und dem Vertrauten im neuen Zuhause auseinander. Welche Erlebnisse, Orte, Gegenstände oder Menschen sind aufgrund ihrer Vertraut- oder Fremdheit besonders erwähnenswert?
Die Schnappschüsse zeigen neue Perspektiven auf Hamburg und Eimsbüttel und führen zu einem Austausch mit den neuen Nachbarn.

Die Ausstellung ist bis Mittwoch, 28. November, an jedem Dienstag und Mittwoch in der Zeit von 13 bis 18 Uhr in der Galerie Morgenland, Sillemstraße 79, geöffnet.

 

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TAG DER GESCHICHTSWERKSTÄTTEN HAMBURG

Sonntag, 14. Oktober 2018, ab 11:00 Uhr

Eintritt frei

Tag der Geschichtswerkstätten Hamburg

Programm

11–13 Uhr – Rundgang
Die Susannenstraße

Sechshundert Meter Kriminalgeschichte der Schanze
Treff: U-Bahnausgang Sternschanze

14–18 Uhr – Ausstellung
Vertraute Fremde, fremde Vertraute

15–15.30 Uhr – Konzert
Schall & Hauch – Chormusik aus Hamburg mit internationalen Liedern

Das Repertoire des Hamburger Chores ist bunt gemischt: Pop und Schlager, Jazz und Volkslieder, moderne Stücke und Lieder aus der Renaissance. Hauptsache: Abwechslung und Rhythmus. In der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel präsentiert der vierstimmige Chor internationale Lieder.

16–17 Uhr – Konzert
SaFar Band – Weltmusik aus Kiel mit internationaler Besetzung

Weit mehr als ein Geheimtipp ist die Kieler Multikulti-Band SaFar, die sich seit ihrer Gründung vor zwei Jahren mit ihrem ungewöhnlichen erfrischenden Sound in die Herzen und Ohren der Schleswig-Holsteiner gespielt hat. Die fünf Musiker interpretieren moderne orientalische Musik mit akustischen Instrumenten und Songs aus dem Popbereich auf ihre Art und Weise.

 

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Dienstag, 16. Oktober 2018, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Fluchtpunkt Hamburg 

Historische Perspektiven zu aktuellen Flüchtlingdiskussion am Beispiel Hamburgs

Vortrag von Johanna Meyer-Lenz

Ausgehend von der aktuellen Flüchtlingsdebatte seit Herbst 2015 haben in einer zweisemestrigen Vorlesungsreihe an der Universität Hamburg Journalist*innen, Kulturwissenschaftler*innen und Historiker*innen 2016/17 ihre Forschungsergebnisse zu dem Thema „Migration, Flucht und Exil“ mit dem Bezug zur Metropole Hamburg vorgestellt. 
Johanna Meyer-Lenz wird anhand der vorliegenden Publikation die vielfältigen Flucht- und Migrationsbewegungen in ihren unterschiedlichen Perspektiven und Dimensionen als zentrales Thema der Stadt- und Kulturgeschichte Hamburgs vom 17. bis zum 21. Jahrhundert vorstellen. 
Migration wird hier in ihren Ursachen, Verläufen und Erfahrungen von Exil beschrieben. Hamburg war von jeher zentraler Flucht- und Transitort von Migration, national, transnational, freiwillig und gezwungen – und ist es bis heute. 
Die breite historische Auslotung des Themas, das sich als Kontinuum in der Geschichte Hamburgs darstellt, dient der Versachlichung der aufgeheizten Debatte.

 

Dr. phil. Johanna Meyer-Lenz ist Koordinatorin des Forschungsverbunds zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) an der Universität Hamburg und forscht zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten politische Geschichte, Gendergeschichte und Medizingeschichte. Zusammen mit Dr. Nele Fahnenbruck ist sie Mitherausgeberin der Publikation „Fluchtpunkt Hamburg. Zur Geschichte von Flucht und Migration in Hamburg von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“ (2018)

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Dienstag, 23. Oktober 2018, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Fluchtpunkt Brasilien 

Deutsche Juden im Exil 1933-1954

Vortrag von Björn Siegel

Brasilien wurde für etwa 16.000 deutsche Juden, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland flohen, zur neuen Heimat, in der sie sich mit ihrer Vergangenheit wie auch Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen mussten. Anhand ausgewählter Beispiele gibt der Historiker und Religionswissenschaftler Björn Siegel anschauliche Einblicke in den konkreten Exilalltag und spürt den Freuden und Zukunftshoffnungen der Exilanten, aber auch ihrer Verzweiflung und Resignation nach. 
Im Rahmen der Hamburger Tage des Exils 2018 rückt die Veranstaltung die Menschen und ihre Biographien in den Mittelpunkt, wie z. B. die von Fritz Pinkuss, dem einstigen liberalen Rabbiner von Heidelberg und späteren Rabbiner der Congregacao Israelita Paulista bzw. von Sao Paulo/Brasilien, um die Wirkmächtigkeit des Exils auf den Einzelnen herauszuarbeiten. Damit wird zudem der Blick auf das oft vergessene Exilland Brasilien frei, das für viele Exilanten nicht nur Fluchtpunkt, sondern auch Heimat wurde.

 

Dr. Björn Siegel, wiss. Mitarbeiter am Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg, Arbeit an einer Doppelbiographie zu „Fritz Pinkuss und Heinrich Lemle: Modernisierer auf beiden Seiten des Atlantiks“.

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Dienstag, 13. November 2018, 20:15 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Revenir

Filmvorführung

Kumut Imesh floh vor einigen Jahren vor dem Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste nach Frankreich. In „Revenir“ geht er den Weg noch einmal, um seine Fluchtgeschichte nachzuvollziehen. Dieses Mal mit einer Kamera in der Hand. Er dokumentiert seine eigene Reise als Protagonist sowie Kameramann und erzählt die Geschichte so aus zwei Perspektiven. 
Es ist ein Film über das Filmemachen unter widrigsten Bedingungen, der intime und authentische Einblicke in die Fluchtgeschichte von Kumut Imesh gibt. Zugleich erzählt „Revenir“ von dem Kampf vieler Menschen für Freiheit und Würde auf einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Der Regisseur David Fedele zeigt gemeinsam mit Kumut Imesh neue Innenansichten auf das Thema Flucht nach Europa.

„Revenir“ (Rückkehr), 2018
Roadmovie, journalistische Recherche und autobiografische Spurensuche
Regie: David Fedele, Kumut Imesh
Filmlänge: 83 min.

Veranstaltungsort: Filmraum, Müggenkampstraße 45

 

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Dienstag, 20. November 2018, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Exiltexte

Geflüchtete erzählen ihre Geschichte

Lesung und Gespräch

Der Schriftstellerverband VS Hamburg in der Gewerkschaft ver.di veröffentlichte zu Beginn des Jahres 2018 eine Anthologie mit den literarischen Stimmen von 22 Autorinnen und Autoren. Die meisten fanden in der Hansestadt zumindest eine vorläufige Bleibe. Dissidenten und Bürgerkriegsflüchtlinge aus Kolumbien, Bangladesch, Afghanistan, Bosnien, Kosovo, Syrien, Iran und Saudi-Arabien kommen zu Wort.
Emina Kamber ist Herausgeberin, Schriftstellerin und Malerin. Sie ist in Bosnien geboren und lebt seit 1968 in Hamburg. Während des Bosnienkrieges brachte sie viele Geflüchtete bei sich unter. Sie arbeitet mit Kindern und Jugendlichen in Bosnien und Hamburg zu Kriegstraumata. 
Majda Omeragic ist Malerin und Schriftstellerin und floh aus Bosnien. Nach 20 Jahren erhielt sie vor Kurzem ein Bleiberecht in Hamburg. Sie schildert das Leiden unter den Kriegs- und Fluchtflogen.
Fahman Hussein ist kurdischer Schriftsteller und Übersetzer und wurde 1998 in Syrien geboren. Aus eigenem Erleben berichtet er über die heutigen Fluchtbedingungen und seinen Erfahrungen.

 

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Dienstag, 27. November 2018, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Ikonen erzwungener Wanderung

Bilder von Flucht und Vertreibung - gestern und heute

Vortrag von Stephan Scholz

Bilder von Menschen auf der Flucht sind wieder allgegenwärtig. Sie rufen Erinnerungen an bestehende Bilder in unserem visuellen Gedächtnis wach, das sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte gebildet hat. Sie tragen gewissermaßen historische Tiefenschichten in sich. Im deutschen Kontext sind dabei Fotos und Filmbilder der „Flucht und Vertreibung“ am Ende des Zweiten Weltkrieges von besonderer Bedeutung. Wie entstanden diese Bilder? Welche Motive sind zentral? Wie wurden einzelne Fotografien zu Ikonen? Und welche Rolle spielen diese Erinnerungsbilder bei der Bewertung heutiger Migrationsvorgänge? 

 

PD Dr. Stephan Scholz, Jg. 1971, Historiker, Privatdozent am Institut für Geschichte der Carl v. Ossietzky-Universität Oldenburg, Forschungsschwerpunkte: Zwangsmigration, Erinnnerungskultur, Visual History, Publikation: Maren Röger/Stephan Scholz: Fotografien. In: Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung: ein Handbuch der Medien und Praktiken. (2015)

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Dienstag, 11. Dezember 2018, 19:30 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Unterwegs zu Gaby Glückselig

Auf den Spuren von Damals im Heute

Lesung mit Patricia Paweletz

„Unterwegs zu Gaby Glückselig“ dokumentiert die persönliche Auseinandersetzung einer „Kriegsenkelin“ mit den Aus- und Nachwirkungen des Holocaust. Anlass sind ihre Reisen zum Stammtisch jüdischer Emigranten bei der Gastgeberin Gaby Glückselig in New York. Zeitlich parallel hat sie bei der Recherche über ihren Großvater Teile der verschwiegenen Geschichte seiner SS-Mitgliedschaft entdeckt. Das Tagebuch ist persönliche Auseinandersetzung mit Schuld in der eigenen Familie und detaillierte Betrachtung von gesellschaftlichen Verflechtungen.

 

Patricia Paweletz, geb. 1969, hat als Theaterschauspielerin und Regisseurin gearbeitet. Als Autorin beschäftigt sie sich mit transgenerationalen Themen. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Hamburg. 

Hier können Sie sich über das Programm der anderen Hamburger Geschichtswerkstätten informieren!

www.hamburger-geschichtswerkstätten.de